Heute Nachmittag, als ich durch die kopfsteingepflasterten Straßen von Lyon spazierte, bemerkte ich, wie sich die Luft mit einem besonderen Duft von Tabak und Anis füllte. Eine Gruppe von Freunden lachte um einen kleinen Tisch mit langen Pastisgläsern, begleitet von kleinen Häppchen Wurstwaren. Es war zweifellos die Magie des französischen Apéritifs in Aktion.
An einem Dienstag im November fand ich in einer kleinen Parfümerie in der Rue Saint-Honoré ein Fläschchen, das ein Geheimnis bewahrte. Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass Parfums unsichtbare Geschichten erzählen, aber dieses schien eine ganze Sage zu enthüllen, nur indem man es öffnete. Es war einer jener Düfte, die dich langsam umhüllen, wie eine Umarmung, die ein fernes Flüstern trägt.